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Posts Tagged ‘Deutsch’

Meine sehr verehrten Damen und Herren.

Hier sehen Sie ein Bild von … nein, nicht Albert Einstein, sondern meinem um 61 Jahre verpassten Wunsch-Kaffeehausdate: Mark Twain.

-)

Mark Twain. Mein Held :-)

„Speak German!“ von Sprachverbesserer Wolf Schneider ist ja gerade (zu Recht) in aller Munde und auf allen Bestsellerlisten vertreten. Dieses Buch (richtiger: sein Titel) wiederum hat mich an ein Essay erinnert, das auf einmalig großartige Art zeigt, dass sie gar nicht so einfach ist, die Sache mit der deutschen Sprache. Ein Essay von einem meiner allerliebsten Lieblingshelden der Literatur überhaupt. Und das ist – wer hätte es gedacht – der Mann links im Bild :-)

Geboren wurde Twain 1835 als Samuel Langhorne Clemens und starb zu meinem tiefen Bedauern schon 1910 (und somit unverschämte 61 Jahre vor meiner Geburt). Deshalb wird er leider niemals mit mir in einem Kaffeehaus sitzen, um über die Sprache im Allgemeinen und die deutsche Sprache im Speziellen zu disputieren.

Ich bedaure das zutiefst.

Denn Mark Twain ist nicht nur – was fast jeder weiß – der Autor mit den Geschichten von Sawyer, Tom und Finn, Huckleberry, sondern auch ein ganz klein wenig Gott: ein Mann aus armen Verhältnissen, der Steuermann war und Journalist, Goldgräber, Gesellschaftskritiker und reiselustiger Autor unter wechselnden Namen. Der Olivia Langdon heiratete, obschon sie teils gelähmt war (und ihr dabei half, sich wieder vollständig bewegen zu können), der drei Kinder mit ihr hatte und doch leider seine Frau noch eines seine Kinder überlebte – und der die amerikanische Literatur mit seinen Essays rundum schöner machte.

Deutschland hat er geliebt, seine Töchter sogar nach Berlin geschickt, um zu studieren. Auch das, studierende Frauen, an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert alles andere als eine Selbstverständlichkeit und ein Zeugnis seines wachen Geistes. Der deutschen Sprache aber – und all jenen, die sie nach ihm erlernen wollten und wollen, müssen und mussten – hat er mit seinem bissigen Humor ein Denkmal gesetzt. Anders gesagt: Wer Twains herrliches Essay als Deutsch lernender englischer Muttersprachler liest, fühlt sich bis heute perfekt verstanden.

Vielleicht kennen Sie es schon. Vielleicht auch nicht. Sollten Sie es nicht kennen, müssen Sie es lesen. Ja: müssen. Und werden es lieben :-)

Und hiermit präsentiere ich proudly: „The awful german language„.

Enjoy. And … speak German :-)

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Im Media-Treff gibt’s eine lesenswerte Besprechung von Wolf Schneiders Buch. Ein Buch, das – sicher ganz bewusst – polarisiert und es so auf besondere Weise schafft, dass man sich mit dem Thema Deutsch vs. Englisch und wozu unreflektiert eingesetztes Englisch oder Denglisch führen kann, auseinandersetzt. Und das ist ja auch Schneiders Anliegen: Sorgfältiger mit der deutschen Sprache umzugehen. Dies vor allem im professionellen Bereich – eine Notwendigkeit, die nicht zuletzt die in dem Posting auch genannte Aufstellung der W & V von diversen Claims eindrucksvoll unterstreicht.

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